Tinntus-Therapie
Die höheren akustischen Zentren sind verknüpft mit dem limbischen System, also unserer Gefühlswelt. Das Hörsystem liefert das Signal - den Tinnitus -, das Problem entsteht aber dann, wenn dieses Signal durch die Aktivierung des limbischen und des autonomen Nervensytems eine starke negative Reaktion im Gehirn und folglich im ganzen Körper hervorruft. Diese Reaktionen kann man auch nicht durch den bewußten Willen ändern.
Untersuchungen haben bewiesen, daß sich das Gehirn an jedes sensorische Signal gewöhnen kann, wenn es keine negative Assoziation damit verbindet, die sogenannte Filterfunktion des Gehirns. Der Tinnitus-Noiser soll den Tinnitus bedeutungsloser machen, d.h. das Gehirn erkennt das Rauschen des Noisers mit dem Tinnitus als nicht mehr störend.
Es soll die Fixierung auf den Tinnitus durchbrochen werden, dies erreicht man mit dem Tinnitus-Noiser, in manchen Fällen auch herkömmlichen Hörgeräten, und einer individuellen Beratung. Denn Tinnitus ist ein Phänomen, das gerade durch falsche Informationen und Angst genährt wird. Ist der Teufelskreis durchbrochen, kann der Tinnitus im Idealfall als körpereigenes Geräusch akzeptiert werden.
Schritte der Tinnitus-Retraining-Therapie
- Beratung und Aufklärung
- Verringerung tinnitusbedingter Streßreaktionen, z.B. durch Körpertherapien und Entspannungstechniken. Behebung von Schlaf- und Konzentrationsstörungen.
- Die Behandlung emotionaler und psychischer Störungen, insbesondere durch Aufdeckung und Behandlung durch den Tinnitus ausgelöster oder ihn begleitender psychosomatischer Störungen, wie Ängste, Depressionen, Probleme des sozialen Umfeldes und auch Probleme am Arbeitsplatz.
- Die Versorgung mit einem Tinnitus-Noiser, der täglich mindestens sechs Stunden getragen werden sollte. Das Geräusch soll so eingestellt werden, daß der Tinnitus noch gehört wird.
